Protokoll der Stadtteilkonferenz 10. November 2020 – online

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Stadtteilkonferenz 10. November 2020 – online 20.15 Uhr – 21.45 Uhr
32 Teilnehmerinnen Plattform: Big Blue Button (Open Source) Leitung: Andreas Roessler (Vorsitzender BIV e.V.), Ulrich Plessner (Vorsitzender KIOSK e.V.) 4 Moderatorinnen: Andreas Roessler, Ulrich Plessner, Daniela Mauch, Norman Pankratz
Protokoll: Sigrid Hofmaier
Aus der Stadtteilarbeit bei K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V.
Zu Beginn berichteten KIOSK-Geschäftsführerin Daniela Mauch und Quartiersarbeiter Norman Pankratz über die Herausforderungen der vergangenen Monate in und mit der Pandemie. Die Einschränkungen seien enorm und die Erreichbarkeit im ersten Lockdown nicht durchgehend persönlich gegeben gewesen. Dass auf die Schnelle mit verlässlichen Partnern wie BIV, SvO, Kirchengemeinden und Polizei aufgebaute „Rieselfelder Hilfenetz“ habe jedoch die erste Bewährungsprobe mit Bravour bestanden.
Für die KIOSK-Gruppen ist seit März keine normale Aktivität mehr möglich, da sozialkulturelle Veranstaltungen nicht stattfinden dürfen. Ideen zu Alternativen wurden viele gesponnen, doch die Umsetzung scheiterte dann meist an den Corona-Auflagen. Wichtig sei, so Daniela Mauch, dass der Zusammenhalt der Menschen trotz dieser langen Durststrecke erhalten bleibe, damit das soziale Netz, das Ehrenamtliche im Stadtteil aufspannen, trägt. Zwischen dem Ende des ersten Lockdowns, über die Sommerferien undbis zu den Herbstferien habe man immerhin die Räume im Glashaus – mit entsprechenden Auflagen – vermieten können. Leider konnte trotz großer Anstrengungen das beliebte Glashaus-Café nicht gehalten werden und musste Ende Oktober schließen. Neben Corona waren durch Brandschutzauflagen und die Neuordnung der Quartiersarbeit einschneidende Veränderungen gegeben, die einen weiteren Betrieb unmöglich machten. Zwei Termine zur Ideenfindung für eine mögliche Fortführung sind für den 27. und 28. Januar 2021 angesetzt.
Im November-Lockdown sei es gelungen, trotz offizieller Schließung des Glashauses für die Rieselfelderinnen und Rieselfelder im Info-Büro ansprechbar zu bleiben und sowohl Sozialberatung als auch Elternberatung weiter anbieten zu können. Das in den Sommermonaten etablierte KIOSKmobil zur dezentralen Quartiersarbeit soll nun, nach Rückkehr des Quartiersarbeiters Norman Pankratz aus der Elternzeit, ausgebaut und regelmäßig eingesetzt werden.
Sehr wichtig sei es, den Zusammenhalt der traditionell vielen Ehrenamtlichen im Rieselfeld aufrechtzuerhalten. Nicht alles sei online gut aufzufangen – auch wenn es einige kreative Ideen, wie z.B. die Online-Disco gab. Wie es im Dezember weitergeht, konnte an diesem Abend noch niemand sagen. Sollte es eine Teilöffnung geben, können die Räume unter Einhaltung der Corona-Auflagen wieder vermietet werden.
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Von mehreren Seiten positiv erwähnt wurden die Aktivitäten von KjK – Kinder & Jugend in KIOSK: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren auch im Lockdown für die Kinder und Jugendlichen da, dachten sich viele Aktionen aus und fingen mit ihren Angeboten so manche Unsicherheit und Desorientierung auf. Die Planung und Durchführung des gelungenen 20-jährigen Jubiläums im Oktober trotz Corona-Einschränkungen wird den Beteiligten sicher als besondere Zeit in Erinnerung bleiben. Sammy Woldu berichtet, dass KjK auch weiterhin vor Ort ist. Alle Corona-Regeln werden eingehalten. Er dankt für die Wertschätzung der Arbeit.
Aus den Institutionen
Vertreterinnen der Schulen, Kitas und Waldkindergärten sprachen über ihren Umgang mit der Pandemie, die allen enorm viel abverlangte. Mittlerweile, so der überwiegende Tenor, habe man sich mehr oder weniger an die Situation gewöhnt und könne damit umgehen. Priorität habe an allen Stellen die Gesundheit und der Zusammenhalt. Das betonte auch Joachim Zieske, Leiter des Rainer-Bernhardt-Hauses für Menschen mit Behinderung: Bisher sei keine/r der Bewohnerinnen und Bewohner positiv getestet worden. Vonseiten der Kirchengemeinden und der Schulen wurde die Notwendigkeit einer stabilen Vernetzung für die Zukunft betont: Bildungs- und Besuchs-Patenschaften, die in der Pandemie entstanden sind, könnten weiter auf- und ausgebaut werden. Der bisherige Hilfspool könne nun punktuellen und bedarfsorientierten Angeboten weichen. Ziel sei es, Menschen aus ihrer Isolation zu holen und miteinander in Verbindung zu bringen. Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Zusammenhang auch das stadtweite Online-Netzwerk „freiburghältzusammen“ (freiburghaeltzusammen.de). Wer dort den Suchbegriff „Rieselfeld“ eingibt, findet bereits etliche Institutionen mit aktuellen Informationen. Lokal kaufen! Gabi Obi (rieselfeld.biz) appelliert an die Rieselfelder Bürgerinnen und Bürger, die lokalen Geschäfte, Gastronomie und Einrichtungen durch Einkauf und Bestellung/Abholung vor Ort zu unterstützen: Nur so könne diese Infrastruktur auch in der Krise bestehen. Auch der Riesefelder Wochenmarkt freue sich über Käuferinnen. Alle Marktverkäufer sind auf rieselfeld.biz verzeichnet. Gabi Obi weist darauf hin, dass sich alle Rieselfelderinnen auf rieselfeld.biz präsentieren können. Engagement des BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. Ein außerordentlich aktiver Sommer liegt hinter dem Vorstand des BürgerInnenVereins Rieselfeld BIV e.V.: Neben diversen Aktionen zum Schutz des Naturschutzgebiets, darunter eine Begehung sowie Entwicklung eines Infoflyers und Aufstellung einer Infowand am Bollerstaudenweg, war vor allem die Schonung des Langmattenwäldchens zwischen Rieselfeld und dem projektierten neuen Stadtteil Dietenbach das vorherrschende Thema. Das entsprechende Positionspapier und der bislang von über 1.300 Rieselfelderinnen unterzeichnete Appell findet sich auf biv.rieselfeld.org. Harald Kiefer bittet als Sprecher des AK Dietenbach um weitere Unterschriften. Diese können bis 25. November in den
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Briefkasten hinter dem Glashaus geworfen werden. Der Appell wird am 26. November an OB Martin Horn übergeben.
Heiner Sigel, Sprecher des AK Verkehr im BIV, weist auf zwei Themen hin: Die kurze Fußgängerzone Max-Josef-Metzger-Straße bis Jean-Monnet-Straße mit 2 Spielplätzen ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Bei einem Ortstermin mit Mitarbeitern des GuT wurde beschlossen, dort eine Z-Verschrankung zu installieren, um motorisierte Fahrzeuge abzuhalten. Das Thema Parkplätze für Eltern der Kinder in der KiTa Adelheid-Steinmann-Straße ist noch nicht endgültig entschieden. Es gab Einsprüche von Anwohnern der Adelheid-Steinmann-Straße wg. Der Ausweisung von 3 Parkplätzen für Kurzzeitparker.
Weitere Themen: Ausbau der Rheintalbahn, Fuß- und Radentscheid
Das Dauerthema Ringschluss der VAG ist weiterhin virulent; der BIV ist in Gespräch mit der VAG.
Ruhestörung und andere polizeirelevante Themen
Der Leiter des Rieselfelder Polizeipostens, Matthias Kiefer, informierte über die Auswirkungen des Corona-Lockdowns und der folgenden Sommermonate: Im vergangenen halben Jahr gab es 32 Anrufe wg. Ruhestörung; innerhalb eines Jahres wurden 54 Einsätze protokolliert, davon zwei im Naturschutzgebiet und einer beim Grillplatz an der Mundenhofer Straße. Bei der Vogelbeobachtungsstation wurde zwei Mal ein junger Obdachloser angetroffen, der sich danach im Wald einquartiert hatte. Er wurde drei Mal angezeigt, danach gab es keine Beobachtungen mehr. Die Polizei ist seit dem Spätsommer verstärkt mit Segways unterwegs – auch im NSG und am Opfinger See. Am 8. Oktober hat die Polizei über Social Media auf die Probleme der Ruhestörung im NSG aufmerksam gemacht. Damit wurden knapp 17.000 Personen erreicht. Im nächsten Frühjahr soll die Aktion wiederholt werden.
Annette Schuck (Vorstand KIOSK e.V.) berichtet über die Situation im Walddreieck während des Lockdowns. Im vergangenen Jahr habe sie die Ruhestörungen und Vermüllungen häufig bei Herrn Kaltenbach gemeldet. Im Lockdown habe sich die Situation verbessert – auch dank der Polizeikontrollen. Zu Halloween 2020 habe es nun wieder Zerstörungen gegeben; außerdem heftige Böllerzündungen/Kanonenschläge, evt. In die Kanalisation. Viele Nachbarn regten sich darüber aus, riefen aber nicht bei der Polizei an. Oft gebe es die Rückmeldung: „Wegen sowas rufe ich doch nicht die 110 an.“ Da gebe es eine große Hemmschwelle. Annette Schuck weist darauf hin, dass die vielen dunklen Zonen im Rieselfeld sich nicht bewährt hätten. Das solle man bei der Planung für Dietenbach berücksichtigen
Nicole Görgen (Waldkindergarten) bedankt sich „von ganzem Herzen“, dass die Polizei des Öfteren am Waldkindergarten vorbeigefahren ist. Sie und die Kolleginnen hatten Angst, dass ihre Wagen bei den Partys in Mitleidenschaft gezogen würden. Matthias Kiefer verlässt den Polizeiposten Rieselfeld zum Jahreswechsel. Andreas Roessler bedauerte das und dankte ihm für die gute Zusammenarbeit. 4 Quartiersarbeit Rieselfeld: Zielvereinbarungen und Planung 2021 In der Zielvereinbarung über die Zukunft der Quartiersarbeit im Rieselfeld haben folgende Bereiche Priorität: Engagementförderung, aufsuchende Quartiersarbeit, gemeinsamer Fahrplan mit der Stadt über Ressourcen und Planungen. Eine kontinuierliche Dokumentation führt zu einer verlässlichen Evaluation. Die Gestaltung der Zielvereinbarungen ergab sich in einer bilateralen Verständigung mit dem Kommunalen Quartiersmanagement der Stadt Freiburg. Diese ergaben sich aus den von der QA Rieselfeld genannten Bedarfen und Themen. Sascha Oehme, Kommunales Quartiersmanagement der Stadt Freiburg ist „sehr zufrieden“ mit diesem vierstündigen „Zielvereinbarungsmarathon“: „Für uns ist ganz wichtig, auf Augenhöhe zu agieren. Wir haben 13 Quartiere und können nicht alles durchschauen und überwachen. Sie haben eine sehr leistungsstarke Quartiersarbeit. Damit sind wir sehr zufrieden.“ Auf Nachfrage kann diese Zielvereinbarung auch veröffentlicht werden. Daniela Mauch: „Danke für die intensive Zusammenarbeit. Norman und ich starten jetzt in die Jahresplanung 2021. Was sind die Big Points für das nächste Jahr? Alleinerziehenden-Arbeit, Ehrenamtsförderung, Café, Qualifizierung, Markt der Möglichkeiten, Generationenwechsel. Da können wir für die einzelnen Institutionen über die QA eine große Unterstützung sein.“ Bedeutsam wird diese Veränderung auch für das Glashaus sein, denn wenn Quartiersarbeit mehr im Quartier tätig sein wird, werden die personellen Ressourcen für das Glashaus reduziert sein. Dem Rieselfeld steht eine ganze Stelle für Quartiersarbeit zur Verfügung: 80 Prozent deckt Norman Pankratz ab, 20 Prozent Daniela Mauch. Schulsozialarbeit am Kepler Gymnasium: Matthias Rudolph berichtet Schulsozialarbeiter Matthias Rudolph lobt die Kepler-Schülerinnen für ihr Verhalten. Sie hielten sich an vielfältigen und nicht immer einfachen Regeln. Er macht darauf aufmerksam, dass die Schülerinnen in der Pause „nicht wissen, wo sie hinsollen“: Im Schulgebäude dürfen sie sich nicht aufhalten; draußen nur zu zweit. Matthias Rudolph bittet darum, „sanft zu intervenieren“, wenn in der Öffentlichkeit Schülerinnen in Gruppen gesehen werden. Bei kleineren Vorfällen sollte man nicht vergessen, dass die Jugendlichen es nicht leicht haben. „Ich versuche mit den Bedingungen umzugehen, die da vorherrschen.“
Abschließende Worte Andreas Roessler Die erste Digital-Konferenz hat ganz gut geklappt: Technische Grundprobleme liegen wohl eher an der eigenen Hardware. Appell: Austesten, was geht und was aufgerüstet werden kann – Upgrading der eigenen Möglichkeiten. Evt. könnte man die Stadtteilkonferenz in dieser Form auch zweimal jährlich abhalten.
Glasfaser-Leitungen ab Februar 2021 im Rieselfeld als Pilotprojekt

Termine zur Ideenfindung für das Café im Glashaus

Aufgrund des Lockdown light mussten wir die beiden Termine rund um die Ideenfindung zur Neugestaltung des Café im Glashaus, die für den 17. und 18. November geplant waren, verschieben. 

Die neuen Termine – unter Berücksichtigung der dann geltenden Bestimmungen – sind:

Dienstag, 26. Januar 2021 von 15 bis.17 Uhr

Mittwoch, 27. Januar 2021 von 19 bis 21 Uhr 

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung für einen der beiden Termine unter kiosk@rieselfeld.org

Workshop: Digitale Geselligkeit im Rieselfeld

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Unser Ziel: Zusammenhalt trotz lockdown light
K.I.O.S.K. – Gruppensprechertreffen und Stadtteilkonferenz Rieselfeld haben gezeigt, dass es vielen Ehrenamtlichen und Akteuren ein Anliegen ist, sich auch online zu begegnen und den Kontakt zu halten. Bislang sind es vor allem Meetings und online-Konferenzen, die uns zusammen bringen. Der Kopf raucht, die Schultern klemmen und wir sind hochkonzentriert face to face. Gleichzeitig fehlt aber auch vieles: Persönliche Gespräche am Rande auch jenseits der Tagesordnung, zufällige Begegnungen, neue Leute kennenlernen, Geselligkeit nach getaner Arbeit.
Digital klönen? den Feierabend ausklingen lassen? Schach spielen?
Das geht! Wie ? – das zeigen wir Euch bei diesem Workshop/ online-Treffen.
Workshop

Dienstag 24.11.2020 20 Uhr (ca. 90 Minuten)
Für Gruppensprecher*innen, Ehrenamtliche, Akteure im Quartier und Vertreter*innen von Vereinen/ Institutionen

Weil wir den Zusammenhalt zwischen Ehrenamtlichen im Stadtteil stärken wollen. Damit die Mitglieder von AKs, Gruppen und Stadtteilinitiativen, Hausgemeinschaften oder Freizeitgruppen sich auch in der kalten Jahreszeit mit Abstand austauschen können. Weil wir mehr sind, wie nur Kopf und Gesicht. Weil wir über Gott und die Welt reden wollen, dabei einen Tee trinken und wieder Verbundenheit spüren möchten.

In diesem Workshop beschäftigen wir uns damit, mit welchen Methoden und Tools zumindest einige dieser persönlichen Begegnungen und zufälligen Gespräche auch online befördert werden können. Der Workshop findet auf Zoom statt, ist kostenlos und wird inhaltlich durchgeführt von: Irene L. Bär, Netzwerkerin, Kommunikatorin & Projektleiterin
Wir werden einige Methoden und Werkzeuge direkt selbst ausprobieren. Sie brauchen einen PC/ Laptop mit Kamera und Mikro/ headset.
Dienstag 24.11.2020
Beginn: 20 Uhr Einwahl – 10 Minuten vorher
Anmeldung bis 22.11.: kiosk@rieselfeld.org
Wer sich angemeldet hat, erhält den Link für den Workshop zugemailt.

Pressemitteilung: Nachbarschaftszentren schlagen Alarm

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Pressemitteilung
Freiburg, 5. November 2020 Kontakt: K.I.O.S.K. e.V., Daniela Mauch, Geschäftsführung, Telefon: 0761 – 7679561
Nachbarschaftszentren schlagen Alarm
Der Stadtteilverein K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. unterstützt die Forderung nach einer fairen Unterstützung aller Berufsgruppen in der aktuellen und eventuellen weiteren Lockdown-Phase(n), in der viele ihren Beruf nicht mehr ausüben können und somit auch keinen Beitrag zum Erfolg der zahlreichen sozial-kulturellen Zentren im Lande leisten können. „Sozialkultur ist nicht nur in den derzeitigen Krisenzeiten essenziell für die Gesellschaft, sie wird auch die Wunden, die derzeit in diesem Land entstehen, heilen können und müssen,“ betont die K.I.O.S.K.-Geschäftsführerin Daniela Mauch im Stadtteilzentrum Glashaus im Rieselfeld.
Förderungen würden nicht nach Wichtigkeit für die Gesellschaft oder nach Anzahl oder Bedeutung der Betroffenen verteilt, sondern nach Lobbyinteressen. Dabei seien es gerade die Stadtteilzentren, die in den Quartieren für die nötige soziale und kulturelle Infrastruktur sorgen. Künstlerinnen, Kulturschaffende, Freelancer und Solo-Selbstständige im Sozialbereich könnten für die teilweisen kompletten Einnahmenausfälle der letzten Monate jedoch in den meisten Fällen weder Kurzarbeitergeld noch Unternehmensförderprogramme im Rahmen der Soforthilfe in Anspruch nehmen. So rutschten sie in finanzielle Notlagen, die nicht nur ihre mühsam erwirtschafte private Altersversorgungen aufzehren, sondern auch die aktuelle und künftige Existenz gefährdeten. Im Glashaus betrifft dies viele Musiker, die im Rahmen der ehrenamtlich organisierten Jazzlounge auftreten, Konzerte und Theateraufführungen. K.I.O.S.K. e.V. ist Mitglied im Fachverband der Nachbarschaftsarbeit VskA (Verband sozialkultureller Zentren in Deutschland) und durch die ehrenamtliche Mitarbeit der K.I.O.S.K.-Geschäftsführerin im Bundesvorstand mit den Stadtteilzentren in anderen Kommunen eng vernetzt. Der Vorsitzende Thomas Mampel (Stadtteilzentrum Steglitz, Berlin) führt aus, dass Nachbarschaftshäuser ihre Türen in den letzten Monaten so weit geöffnet hätten, wie eben möglich. Darüber hinaus hätten sie zahlreiche innovative Konzepte für die essenzielle sozial-kulturelle Arbeit entwickelt. Gemeinsam setzen sich die Mitgliedszentren für kommunale wie übergreifende Unterstützungen und Förderungen von Freiberuflern, Nachbarschaftshäusern und Zentren sowie freie Kultur- und Sozialunternehmen ein. „Um diese David gegen Goliath-Konstellation zu unterstützen, sind wir mit dieser Branche sehr gerne solidarisch – denn ohne sie wird es düster werden“, unterstreicht Mampel. Als gemeinnütziger Verein mit ca. 250 Mitgliedern initiiert und organisiert K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. im Auftrag der Stadt Freiburg das soziale und kulturelle Leben im Stadtteil. K.I.O.S.K. e.V. ist Träger der Kinder- und Jugendarbeit (KjK), der Quartiersarbeit, der Schulsozialarbeit und des Stadtteiltreffs „Glashaus“. In selbstorganisierten Gruppen können Bewohnerinnen gemeinsam mit 12 Haupt- und 140 Ehrenamtlichen Projekte ins Leben rufen und Themen mit Leben füllen – vom FilmClub bis zur Disco, vom Urban Gardening bis zur Stadtteilzeitung, von der Krabbelgruppe bis zu ÄwiR – Älter werden im Rieselfeld, von der Flüchtlings-Initiative DIEFI bis zur Jazzllounge, vom Büchertreff bis zur Theatergruppe. Die sozialen Fachkräfte sorgen mit ihrem Unterstützungsmanagement für gelingende Aktivitäten der Ehrenamtlichen. Beratungsangebote, pädagogische Arbeit und Vernetzung der Akteuren in Stadtteilkonferenz und Jugendvernetzungskreis sind wichtige Elemente der Quartiers- und Jugendarbeit. (www.kiosk.rieselfeld.org)
Der VskA ist der Fachverband der Nachbarschaftsarbeit. Er fördert eine lebendige, von nachbarschaftlichem Miteinander getragene demokratische GesellschaftDer VskA vertritt die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen in der Fachöffentlichkeit, in Gesprächen und Verhandlungen mit Politik und Verwaltung. Er verfügt über ein breites Netzwerk nationaler wie internationaler Verbände und Organisationen. (www.vsksa.de)

Programm November

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Stand: 2. November 2020
Programm November
Auch wir müssen unsere Türen seit dem 02. November teilweise wieder schließen. Nicht davon betroffen sind:
Mediothek: Bitte Aushang beachten
Kinder und Jugend im K.I.O.S.K. e.V. siehe Aushang im Tiefhof
Infobüro Dienstag – Freitag
16.00 – 18.00 Uhr
Sozialberatung Mittwoch
15.30 – 17.00 Uhr
Die Beratung der friga – Freiburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit ist kostenfrei. Folgende Themen können bearbeitet werden: Arbeitslosengeld I und II / Selbstständigkeit / Wohngeld / Elterngeld / Beratung zu schwierigen Arbeits- und Lebenssituationen)
FT-Infostelle Dienstag 10.30 – 12.30 Uhr
Mittwoch 15.00 – 17.00 Uhr
Katharina Wethkamp
Elternberatung Donnerstagnachmittag oder nach Absprache unter: 0151-21073523
Christa Iuga-Schnell
FamilienCard Dienstag 16.00 – 18.00 Uhr
Quartiersarbeit stadtteilarbeit@rieselfeld.org
Erreichbarkeit 0761-7679562
0176 32693440
Norman Pankratz
Die Toiletten können zurzeit nicht genutzt werden.

Das Glashaus im Wellenbrecher-Monat November

Klartext für den Screenreader:

Liebe Gäste und Besucher*innen des Stadtteiltreffs,
seit den Sommerferien konnten im Glashaus nach und nach wieder sozial-kulturelle Aktivitäten stattfinden. Nun ging es in den letzten Tagen wieder sehr schnell, die Infektionszahlen stiegen und es wurden Maßnahmen ergriffen. Seit Montag 2.11. gilt die neue Landesverordnung, die viele Aktivitäten und Veranstaltungen im Glashaus wieder untersagt, hoffentlich nur für einige Wochen.
Das ganze Land soll 75% der Kontakte reduzieren, den November zum Wellenbrecher-Monat machen.
Trotzdem ist das Glashaus nicht komplett geschlossen!
(siehe Aushang zu den Angeboten im November).
Die Mitarbeiter*innen in der Quartiersarbeit und in der Jugendarbeit sind erreichbar: per Mail, per Telefon, und vor Ort im Infobüro/ Stadtteilbüro / Jugendtreff.
Wir werden sehr sorgfältig abwägen, welche der erlaubten Aktivitäten in welcher Form (vor Ort, in weiter reduzierter Gruppengröße, digital, etc) fortgeführt werden können.
Wir möchten, dass unter strikter Einhaltung der Schutz- und Hygienekonzepte, soziale Beratungsangebote, Jugendarbeit und Begegnungen weiter anbieten.
Gerade jetzt braucht es Orte, an denen Menschen erreichbar sind und ein offenes Ohr haben. Es ist wichtig gegen Ängste, Überforderung und Isolation zu wirken. Dazu braucht es Orte, an denen Lachen und Freude erlebbar ist, die Mut machen, Hoffnung geben.
Wir versuchen die Digitalisierung unserer Arbeit und Angebote voranzubringen, doch kann die digitale Arbeit die Präsenz vor Ort nicht ersetzen, beides muss sich ergänzen.

Es grüßt das K.I.O.S.K.-Team

Das Café im Glashaus Rieselfeld mit Mittagstisch muss schließen

Klartext für den Screenreader:

PRESSEMITTEILUNG
16. September 2020

Kontakt: cafe@rieselfeld.org, 0173-7142417

Das Café im Glashaus Rieselfeld mit Mittagstisch muss schließen
Ende Oktober geht das Licht aus – Neue Nutzungskonzepte gesucht

Ein herber Verlust für den Stadtteil Rieselfeld: Mit Beginn der Herbstferien schließt das Café im Stadtteiltreff Glashaus. Unter den aktuellen Corona-Auflagen können die Betriebskosten nicht mehr erbracht werden. Der Vorstand des Vereins K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. setzt nun auf Ideen für ein neues Nutzungskonzept.

Bereits zu Beginn der Sommerferien musste die K.I.O.S.K.-Geschäftsführerin Daniela Mauch den acht angestellten Beschäftigten im Café-Bereich – darunter Köchinnen, Hilfs- und Reinigungspersonal – kündigen, den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen wurde der unumgängliche Entschluss ebenfalls mitgeteilt. „Durch die Corona-Auflagen sind uns weitere entscheidende Umsätze beim Mittagstisch und während der Kaffeezeit weggebrochen. Bereits zuvor konnten wegen der verschärften Brandschutzauflagen und der veränderten Vertragsgrundlagen zur Quartiersarbeit mit der Stadt Freiburg nicht mehr ausreichend Umsätze zum Erhalt des Cafés generiert werden. Um nicht in die Insolvenz zu geraten, mussten wir diese Entscheidung treffen“, erklärt Daniela Mauch. Eine Entscheidung, die ihr ebenso schwergefallen ist wie dem Vorstand des Trägervereins. „Wir haben lange mit uns gerungen und nach Alternativen gesucht“, bestätigt Ulrich Plessner, zusammen mit Dagmar Gaukel Vorstandsvorsitzender von K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V., „doch letztendlich blieb uns nichts anderes übrig, da wir auch die gesamte finanzielle Verantwortung tragen.“

In einem Aushang weist der Vorstand auf die Krise als Chance hin und erinnert an den gemeinsamen Auf- und Ausbau des Stadtteiltreffs: „Wir wollen die Zeit nutzen und uns unter den derzeitigen Umständen weiterentwickeln.   Jede*r ist herzlich eingeladen, sich mit eigenen Ideen zu beteiligen, um das Café als lebendigen Treffpunkt zu erhalten.“ Man wolle allen Ehrenamtlichen und Küchen-Mitarbeiter*innen danken und gemeinsam mit Interessierten aus dem Stadtteil überlegen, wie der Raum neu nutzbar werden könne. Im November soll es dazu einen „Schwarmintelligenz-Abend“ geben.

Über K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V.

K.I.O.S.K. steht für Kontakt, Information, Organisation, Selbsthilfe, Kultur. Bereits mit dem Erstbezug des neuen Stadtteils 1996 führten Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung mit professioneller Begleitung zur Gründung des Stadtteilvereins. Dieser sorgte vom ersten Atemzug des Quartiers an für Ressourcen, Frei- und Spielräume für die Schaffung, Pflege und Weiterentwicklung von Gemeinschaft in Vielfalt, die Haupt- und Ehrenamtliche auf Augenhöhe gestalten. Als gemeinnütziger Verein mit heute ca. 250 Mitgliedern – inklusive Familien, Firmen und Institutionen im Quartier – initiiert und organisiert K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. im Auftrag der Stadt Freiburg einen erheblichen Teil des sozialen und kulturellen Lebens im Stadtteil. K.I.O.S.K. e.V. ist Träger der Kinder- und Jugendarbeit (KjK), seit 2003 auch Betreiber eines Cafés mit Mittagstisch sowie der Quartiersarbeit. Der Verein ist darüber hinaus Träger des Stadtteiltreffs „Glashaus“ und seit 2014 auch der Schulsozialarbeit im Kepler Gymnasium. In selbstorganisierten Gruppen können Bewohner*innen gemeinsam mit 15 Haupt- und 170 Ehrenamtlichen Projekte ins Leben rufen und aktuelle Themen unbürokratisch und auf kurzen Wegen gemeinsam anpacken.

Aktuelle Infos zu Glashaus und Café-Betrieb

Klartext für den Screenreader: Rieselfeld, 30. August 2020
INFO ÜBER DIE AKTUELLE SITUATION IM GLASHAUS, INSBESONDERE ZUM CAFÉ IM GLASHAUS
Liebe RieselfelderInnen, Es gibt momentan Gerüchte über eine Schließung des Glashauses. Diese sind absolut falsch. Bitte helft deshalb mit, diese Gerüchte zu beseitigen. Richtig ist vielmehr, dass der Café-Betrieb Anfang der Herbstferien vorerst eingestellt wird. Warum? Viele Gründe haben den Vorstand und die Geschäftsführung von K.I.O.S.K. dazu gezwungen, diese einschneidende Maßnahme durchzuführen: Zunächst ist offensichtlich, dass durch die Covid19-Pandemie nicht nur kurzfristig die notwendigen Umsätze beim Mittagstisch und während der Kaffeezeit entscheidend wegbrechen und schon deshalb eine Insolvenz droht, die nicht nur das Café, sondern den ganzen K.I.O.S.K.-Verein treffen würde. Die einschränkenden Brandschutzauflagen für unser Glashaus haben zusätzlich das Angebot an Tischen drastisch verknappt. Die wenigen mittags besetzten Tische unseres wunderschönen Außenbereiches hinterlassen selbst bei sommerlich-entspannter Atmosphäre ein mulmiges Gefühl, denn richtig viel Platz können wir bei Wetterumschwung drinnen gar nicht mehr anbieten. Auf diese Situation müssen wir langfristig reagieren. Entscheidend ist auch, dass die neuen vertraglichen Grundlagen der städtischen Finanzierung eine andere betriebswirtschaftliche Bewertung des Café-Betriebs erfordern. Eine Subventionierung über Getränkeverkaufsgewinne K.I.O.S.K.-interner Veranstaltungen oder die Umverteilung beim Personalkostenschlüssel sind nun nicht mehr möglich. Der Café-Betrieb hat in der bisherigen Form keine rentable Grundlage mehr. Wir schreiben dies in aller Offenheit und Klarheit, denn schließlich hat der Vorstand auch die gesamte finanzielle Verantwortung für den K.I.O.S.K.-Verein. Ihr könnt Euch vorstellen, wie unglaublich schwer uns diese einschneidende Entscheidung fällt, schließlich hat sie nicht nur Auswirkungen auf unser angestelltes Personal, sondern betrifft uns alle – sowohl die Ehrenamtlichen als auch die Rieselfelder Bewohnerinnen und Bewohner. Im Moment sehen wir leider keine andere Lösung, als den Café-Betrieb zum Anfang der Herbstferien vorerst einzustellen. Jede Krise beinhaltet aber auch eine Chance: Schließlich haben wir kreative Köpfe und helfende Hände. Wir haben in all den Jahren dankenswerterweise zusammen viel aufgebaut und werden das auch in Zukunft unter neuen Vorzeichen sicher wieder schaffen. Wir wollen die Zeit nutzen und uns unter den derzeitigen Umständen weiterentwickeln. Jeder ist herzlich eingeladen, sich mit eigenen Ideen zu beteiligen, um das Café als lebendigen Treffpunkt zu erhalten. In Dankbarkeit für die Arbeit von allen Ehrenamtlichen und Küchen-Mitarbeiterinnen möchten wir weiterhin mit Rieselfelder Interessierten überlegen, wie wir den Raum des wunderbaren Cafés nutzen können, um ein schönes, lebenswertes Rieselfeld zu bewahren. Im November werden wir zu einem entsprechenden Schwarmintelligenz-Abend einladen.
Andere Aktivitäten sind von dieser Entscheidung nicht betroffen und können weiter stattfinden, sofern sie sich unter den gültigen Corona-Bedingungen realisieren lassen und die jeweils Verantwortlichen sie durchführen.
Vorstand und Geschäftsführung des K.I.O.S.K. stehen für Diskussion und Rückfragen zur Verfügung. Meldet Euch gerne per Email, telefonisch oder persönlich. Bis dahin verbleiben wir mit besten Grüßen
i.A. Geneviève Zuber – für den Vorstand K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V.

Sommerpause im Glashaus

Abfrage BewohnerInnen und Institutionen: Was ist wirklich wichtig für das Rieselfeld?

Was ist wirklich, wirklich wichtig
für das Rieselfeld?
Befragung von Institutionen, Vereinen und Bewohner*innen
Anlass: Zielvereinbarungsgespräch von K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. mit der Stadt Freiburg Juli 2020 zur Neuausrichtung der Quartiersarbeit.
Zeitraum: Bitte bis zum 10. Juli ausfüllen! stadtteilarbeit@rieselfeld.org, Juli 2020
1 Bedarfs- und Problemlagen
Bitte kreuzen Sie eines der drei Themenblöcke (A,B oder C) an.
Erläutern Sie ihre direkten Vorschläge oder Sicht auf den Themenblock im Schriftfeld.
„Wohnen“
Wohnsituation und Lebensbedingungen
„Engagementförderung“
Selbsthilfe und Selbstorganisation, Demographischer Wandel und Ehrenamtsstrukturen
„Alleinerziehende und junge Familie“
Themenblock B:
Themenblock C:
Themenblock A:
2 Kooperation und Vernetzung im Stadtteil/Sozialraum
Welcher Art von Netzwerkarbeit soll sich die Quartiersarbeit zukünftig für das Rieselfeld annehmen. Bitte kreuzen Sie ein Feld an.
Einbindung regionaler Kooperationspartner_innen zu Problemlösungen
Verstärkte Sichtbarkeit von Kooperationen und Netzwerken im Quartier
Qualitative Verbesserung der Nachhaltung und Stabilisierung der Netzwerkstrukturen
Einbindung neuer Akteure/Verantwortlicher von sozialen Einrichtungen/Initiativen und
Vereinen in bestehende Netzwerkstrukturen;
Nachhaltigen Wissenstransfer und Austausch zu gewährleisen
Vernetzung unterschiedlicher Zielgruppen
Vernetzung von Bewohner_innen zur Bearbeitung aktueller infrastruktureller Probleme in
Form von Quartiersbeiräten, Kinder- und Jugendbeiräten
Einbindung neu Hinzuziehender durch Kooperation mit dem Quartiersmanagement
3 Leitlinien und Aktionspläne der Stadt Freiburg
Welchen Leitlinien und Aktionsplänen der Stadt soll sich die Quartiersarbeit zukünftig
annehmen. Bitte kreuzen Sie eines der vier Felder an!
Charta der Vielfalt
Studie 55 Plus
Aktionsplan Inklusion
Freiburger Nachhaltigkeitsziele
4 Teilhabe und Beteiligung
Hier finden Sie Platz ihre direkten Vorschläge oder Sicht zu erläutern!
5 Weitere Anliegen & Themen
Hier finden Sie Platz ihre direkten Vorschläge oder Sicht zu erläutern!