Dank zur Spendenaktion im Rieselfeld für die Menschen in der Ukraine

Klartext für Screenreader:

Norman Pankratz
Telefon 0761 767 95-62
Norman.Pankratz@kiosk.rieselfeld.org
März 2022
Spendenaktion im Rieselfeld für die Menschen in der Ukraine
Liebe Rieselfelderinnen und Rieselfelder,
DANKE
* für Eure großzügige Spendenbereitschaft
* für Eure so raschen Rückmeldungen und
* für Eure tatkräftige Unterstützung in der Spendenannahme, beim Verpacken und Verladen!
Wir – Sibylle, Norman und das K.I.O.S.K.-Team – sind geplättet, wie schnell und wie viel sich aus unserer
kleinen „Orga-Idee“ Anfang März entwickelt hat.
Sabine Brämer von der vita-via-Apotheke und Marcus Hantel vom Marktladen waren sofort bereit,
Medikamente und Lebensmittel zum Selbstkostenpreis abzugeben, als wir mit der Idee, Hilfe für die vom Krieg überrollten Ukrainer:innen im Rieselfeld zu organisieren, bei ihnen anklopften. Marcus Hantel gab die Info an seinen Großhändler Rinklin aus Eichstätten weiter, der seitdem regelmäßig mit Lebensmitteln beladene LKWs in die Oltmannsstraße (Annahmestelle des S’Einlädele) schickt. Auch das Media-Center reagierte sofort auf eine Anfrage „im Vorbeigehen“ und spendete 20 Powerbanks.
Kaum dass die Info zur Sammelaktion über die Verteiler von BIV, Kirchen und K.I.O.S.K veröffentlicht war, setzte eine große Spendenwelle ein. Sabine Brämer und Team packten alleine am Donnerstag Verbandsmaterial und Medikamente im Nettowert von rund 1800 €, im Marktladen waren 11 Großhandelstransportkisten randvoll mit Lebensmitteln gefüllt und im Glashaus stapelten sich schon frisch gewaschene Decken, Helme, Schlafsäcke und Isomatten. Und so ging es dann bis Dienstag weiter. Aus Kapazitätsgründen begrenzte die Apotheke die Sachspenden auf 100 €, höhere Beträge wurden an „Apotheker ohne Grenzen“ überwiesen.
So schnell wie sich die Spendenkisten füllten, so rasant waren auch die Listen für die Helfenden voll. Viele der im Rieselfeld lebenden Ukrainer:innen kamen vorbei, um nicht nur zu spenden oder beim Packen und sortieren zu helfen, sondern die Aktion auch zu fotografieren und die Bilder ihren Verwandten in der Ukraine zu schicken: „Ihr seid nicht alleine!“ Auch ein ukrainisch-russisches Paar aus dem Rieselfeld kam vorbei, kyrillisch beschriftete Pakete abzugeben. Die Frau war sofort bereit, als Übersetzerin auszuhelfen, der Mann bot an, sich kurzfristig frei zu nehmen, um die Güter an das Ziel zu fahren.
In den Gesprächen mit vielen Spender:innen zeigte sich, dass den meisten eine Geldspende nicht reicht. Mit den Sachspenden ist auch die persönliche Botschaft verbunden: „Wir sehen Euer Leid. Wir tragen Euch im Herzen.“ Womit die Spende dann nicht nur den Menschen in der Ukraine hilft, sondern auch im
Rieselfeld, denn so manche:r hier trägt schwer an der eigenen Handlungs-Ohn-Macht und den Nachrichten aus diesem Krieg.
Nachdem ursprünglich der Mittwoch für die Abgabe der Spenden in der Oltmannsstraße geplant war, hieß es plötzlich am Dienstagmittag, der LKW kommt heute ins Rieselfeld. Auch hier erlebten wir wieder Eure große Hilfsbereitschaft! Keine 15 Minuten nachdem die Info über die Verteiler rausging, hatten wir genügend Zusagen.
Gegen 17 Uhr war es dann soweit und ein knapp zur Hälfte beladener 12-Tonner fuhr das Glashaus an. Als er ca. 30 min später wieder abfuhr, war er bis ins Führerhaus hinein vollbeladen. Der junge Mann, der den vom Bio-Großhändler Rinklin zur Verfügung gestellten LKW fuhr, hatte mittags bei Instagram gelesen, dass das Einlädele dringend jemanden mit LKW-Führerschein braucht, da der eingeplante Fahrer kurzfristig ausfiel. In der Oltmannsstraße wurde sofort in einen 40-Tonner umgeladen, der noch in der Nacht an die Moldawisch-Ukrainische-Grenze startete.

Nun gehen die Überlegungen, wie die Hilfen im Rieselfeld aussehen können, in die nächste Runde. Erste Familien sind in privatem Wohnraum angekommen, Schüler*innen wollen helfen, Ehrenamtliche möchten
Spielplatztreffen oder gemeinsame Freizeitgestaltung planen. Solltet Ihr konkrete Ideen haben oder Eure Hilfe anbieten wollen, meldet Euch gerne bei der Quartiersarbeit im Rieselfeld stadtteilarbeit@kiosk.rieselfeld.org.
Rieselfelder-Ukraine-Hilfe in Zahlen:
* 2315 € Sachspenden + 960 € Geldspenden in der Apotheke
* 2054 € Lebensmittelspenden im Marktladen
* insgesamt über 6 t Sachspenden im Glashaus + 615 € Geldspenden
* 38 helfende Hände im Glashaus
Danke + Danke + Danke + Danke + Danke + Danke + Danke + Danke + Danke + Danke + Danke

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.