Klartext für den Screenreader:

Schließung des “café im glashaus” – oft gestellte Fragen – unsere Antworten

Ist Corona Schuld?

  • Ja und Nein. Die Pandemie war DER Beschleuniger und hat uns gezwungen, schnell zu handeln. Über Monate hinweg weniger Einnahmen, weniger Sitzplätze und erhöhter Aufwand: der Café-Betrieb war nicht im gewohntem Umfang möglich.
  • Hinzu kamen die umgesetzten Richtlinien der Brandschutzverordnung, wodurch wir im Foyer Sitzplätze reduzieren mussten.
  • Durch die Neuausrichtung der Quartiersarbeit war bereits 2019 klar, dass andere Handlungsfelder im Fokus stehen werden.
  • Die personellen Ressourcen von hauptamtlichen Mitarbeitenden mussten mit steigendem bürokratischem Aufwand (z.B. Registrierkasse, Belegausgabepflicht, Lebensmittelkontrolle u.a.) erhöht werden.
  • Auch die Ehrenamtsstruktur hat sich in den Jahren verändert und verlangte erhöhten hauptamtlichen Zeiteinsatz.

Ein ehrenamtliches Café macht Verlust?

  • Die Wertschöpfung durch großartiges ehrenamtliches Engagement erfolgte im Bereich Thekendienst, Backgruppe & Waffelnachmittag.
  • Trotzdem ist für diese erbrachten Leistungen (Kuchen, Kaffee, Waffeln, Getränke) die Mehrwertsteuer abzuführen, da das Café ein Teil des Wirtschaftsbetriebes des Vereines ist:
    Wareneinkauf 7% – Warenverkauf 19%;
    ergo:  12 % die an das Finanzamt abgeführt werden.
  • Der Mittagstisch wurde von Angestellten (geringfügig Beschäftigte) erbracht: Einkauf, Produktion, Verkauf, Reinigung, Aufgaben auch für den Cafébetrieb.
  • Das Rieselfeld wurde mit der Zeit um weitere Cafés und Bäckereien bereichert. Zur Folge waren insbesondere vormittags weniger Gäste im Café, ergo rückläufiger Umsatz.
  • Neue Formate (z. B. Essen bei d´Linde) wurden ausprobiert, brachten Erfolg und Mehraufwand, wurden unterschiedlich angenommen.
  • Essen to go sowie Mittagstisch unter Corona-Bedingungen hat sich nicht getragen.

Wer hat die Schließung veranlasst?

  • Die Entscheidung zur Schließung wurde von Vorstand (inkl. Cafébeauftragter) und Geschäftsführung (stellv. Gaststätteninhaberin) gefällt.
  • Sie war notwendig, um die Verluste im Wirtschaftsbetrieb des Vereines in der aktuellen Situation so gering wie möglich zu halten.
  • Eine Bezuschussung des Wirtschaftsbetriebes „café im glashaus“ durch den ideellen Bereich des Vereines oder durch die Stadt darf nicht erfolgen.
  • Aufgrund der Pandemie wurde die Mitglieder*innenversammlung, die Raum für Gespräche über die Schließung des Café u.v.m. ermöglicht hätte, auf das Jahr 2021 verschoben.

Was entsteht jetzt hier in diesem Raum?

  • Wir planen eine Zwischennutzung des Raumes (K.I.O.S.K.-Gruppen, AK´s des BürgerInnenVereines, Stadtteilinitiativen) und müssen auch hierbei die aktuellen Corona-Regeln (bzgl. TN-Anzahl pro  qm²) beachten!
  • Perspektivisch soll im Café-Raum wieder ein offener Raum für Austausch und Begegnung entstehen.
  • Ideen und Menschen, die neue Konzepte erarbeiten und ausprobieren möchten, sind gefragt!